Für all diejenigen unter euch, die sich gerne an den Ausgeburten unserer Medien laben. (Gut fürs Ego)

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Es ist wieder so weit. Das Christenfest schlechthin steht uns bevor.

Vor Fett triefende Braten, stickige Kaufhäuser und die Angst unsere Lieben freuen sich nicht über die, von uns erwählten Geschenke…Niemand erinnert sich mehr an die eigentliche Geschichte von Weihnachten. Und in die Kirche geht sowieso niemand mehr. Warum auch? Was hat die denn mit Weihnachten zu tun? Der Weihnachtsmann wurde doch von einem bestimmten Erfrischungsgetränkehersteller erfunden und nicht von der Kirche. Das ist auch gut so. Wer brächte sonst die Geschenke? Der zweitausend jahre alte Säugling Jesus?

Jedenfalls ist das alles zu einem großen Witz verkommen…und anstrengend und kein bisschen besinnlich…

Oh, wie ich mich freue…

Aber es gibt einen Menschen auf dieser Welt, der es schafft mir selbst diesen Horror zu versüßen!

Meine Mama!

Sie ist immer für alle da. Was sie schafft, ist schon unter normalen Umständen gar nicht möglich, aber zu Weihnachten übertrifft sie selbst ihre eignene übermenschliche Leistung.

Und heute war es mal wieder soweit…

Mama macht Plätzchen!

Bläzschän

Jaaa….erblasst vor Neid! He, he, he… haha…he he he…
Wanillägibfäl

Hehehe he he he ha he

Ist das nicht der Wahsinn?

Der absolute Weihnachtswahnsinn…. hehehha heha haha ha he he ha ha

Ich weiß, das kommt total verspätet! Ich wurde schon vor Wochen getroffen …. aber ich hab doch keine Zeit!

 

Ein Stöckchen. Jeder Spieler, jede Spielerin beschreibt acht Dinge von sich: Irgendwelche, keine bestimmten. Wen das Stöckchen trifft, schreibt die Antworten mit den Regeln in sein Blog. Acht Personen/Blogs sollen das Stöckchen bekommen und weiterreichen. Bei den Betreffenden schreibt man einen entsprechenden Beitrag/Kommentar ins Blog.

 

1.       Ich weiß, dass ich meinen Idealismus überleben werde. Ja, ich bin es, wie wohl die meisten jungen Menschen die voller Mut und Tatendrang in die Welt hinaus schreiten: Ich bin idealistisch! Aber leider bin ich auch sehr realistisch und weiß, dass das Leben irgendwann den Idealismus auffrisst. Wenn man drei Kinder hat, kann man es sich einfach nicht mehr leisten Bio-Produkte zu kaufen. Wenn man in Eile ist, nimmt man das Auto und wenn ich mal groß bin, werde ich auch so sein.

 

2.       Ich liebe Kästchen. Für mich gibt es nichts schöneres, als kleine nutzlose Kästchen in denen man allen möglichen Klimbim verstauen kann. (Der natürlich auch völlig sinnlos ist und möglichst glitzern sollte)

 

3.       Ich bin süchtig nach Büchern. Wie wohl die meisten Leute in unserem Studiengang lese ich unglaublich gerne. Das ist also bei uns also quasi normal. Aber ich lese nicht nur gerne, nein, ich muss Bücher um mich haben. Das geht soweit, dass ich in jeder Handtasche ein Buch habe. Außerdem kann ich nicht in die Stadt gehen, ohne ein Buch zu kaufen. Selbst wenn ich nur Pflaster oder einen Pulli kaufen will, ohne ein neues Buch schaffe ich es nicht nach Hause.

(Das ist auch der Grund, warum mir schlecht wird, wenn ich sehe, wie  jemand Eselsohren in ein Buch macht oder gar reinschreibt oder malt!

 

4.       Ich kann unästhetische Bettwäsche nicht leiden. Ein Greul, man betritt ein Schlafzimmer, das nun mal maßgeblich  von dem Anblick eines Bettes dominiert wird und dann das! Alte, vergilbte, löchrige Bettwäsche. Ein Kissen in gelb, die Bettdecke blau gemustert…Tja, die hat Mami noch im Schrank gehabt…bäh, bäh….

 

5.       Wenn ich groß bin möchte ich zu Giovanni di Lorenzo sagen: „Ok, ich bin wieder im Haus. Kannst du bitte von meinem Platz gehen, ich hab noch zu tun.“

 

6.       Ohne Kaffee und Käse geh ich tot.

 

7.       Wenn ich warten muss, wenn es vermeidbar wäre, dreh ich am Rad. Beim Arzt warten, weil zehn Leute vor mir dran sind? Kein Problem, das ist nun mal so, damit kann ich leben. Aber warten, weil jemand seinen Job nicht richtig gemacht hat, oder einfach dumm im Weg rumsteht, wenn ich vorbei will…grrr…

 

8.       Umso  gehemmter, prüder und spießiger  die Menschen sind, die ich treffe, desto direkter, vulgärer und heftiger werde ich. Schon allein deshalb, weil ich ihre entsetzten Gesichtsausdrücke sehen will. Aber auch wenn ich nicht wollte, ich kann nicht anders!

(Deshalb mag ich auch politisch inkorrekte Witze, derbe Sprüche und werfe häufig plakative Aussagen in den Raum)

Endlich beginnt mein Probeabo bei der FR. Schön denk ich, lehn mich zurück und schlage aufs gerade Wohl die Zeitung auf. Der erste Artikel der mir ins Auge fällt trägt den Titel „Vorwurf der Nazisprache“.Und als politisch interessierter Mensch, der ich nun mal bin, überfliege ich den kurzen Text. Doch ich traue meinen Augen kaum, denn was lese ich da? Vor kurzem warf der Hessische Philologenverband der SPD-Spitzenkandidatin Andrea Ypsilanti den Gebrauch von Nazi-Sprache vor?

Bitte was? Andres Ypsilanti? Die, Andrea Y-p-s-i-l-a-n-t-i?

In der Diskussion, um die Schulformdebatte brachte sie in der Oktoberausgabe der SPD-Schrift „Vorwärts Hessen“ ihre Ansicht mit dem Satz

„Wir wollen keine Selektion, wir wollen Integration.“

auf den Punkt.

Drei Arten der Selektion (Uni Hamburg)

Der Philologenverband schreibt dazu: Wer „derart belastete Begriffe in die Diskussion um eine Schulstruktur“ einbringe, erinnere „bewusst oder unbewusst an die grausame Vernichtungspraxis der Nationalsozialisten. Selektion hat an der Rampe \[des Vernichtungslagers\] von Auschwitz stattgefunden und Millionen Menschen den Tod gebracht.“

Schon meinem StudiVZprofil kann man entnehmen, das meine politische Haltung ziemlich weit links anzusiedeln ist, aber das Wort Selektion als Nazi-Vokabular zu bezeichnen geht echt zu weit! Übrigens findet man, wenn man bei GoogleSelektion“ als Suchbegriff eingibt erst auf der dritten Seite einen Eintrag der das Wort Selektion mit dem Thema Nationalsozialimus in Zusammenhang bringt.

Lieber Philologenverband, wie ist das denn jetzt?

Angenommen ich fahre mit meinem Volkswagen auf eine Autobahn und und beobachte dabei in meinem Spiegl diese rießige Pestbeule von einem Pickel auf meiner Nase und verursache deshalb einen Unfall. Darf ich das der Polizei so erzählen oder nicht?

Hübsches Beispiel

Keine Frage, die Politolinguistik hat ihre Berechtigung, aber genau da gehören für mich solche Überlegungen eben auch hin. In diesem Land herrscht doch eine erbärmliche Doppelmoral. Auf der einen Seite darf man in Deutschland Parteien, wie die NPD wählen, die ganz unverholen ihre kranke, klar ausgerichtete Propaganda verbreiten können und auf der anderen Seite werden Menschen, wie Frau Ypsilanti, die ganz eindeutig nicht rechts ist, für den Gebrauch von Wörtern wie Selektion medial gesteinigt.

Das ist doch echt immer wieder unfassbar. Ich meine es ist zwar allgemein bekannt und auch an mir nicht vorbei gegangen, das 9Live ein völlig kranker Abzockesender ist, aber trotzdem klappte mir bei diesm Filmchen die Kinnlade runter.

Diese Versuchung…ich will nicht. Aber ich kann nicht widerstehen! Seit Tagen kreist es in meinem Kopf herum. Träume davon, werde von meinen Mitbewohnern täglich aufs Neue daran erinnert. Halte es nicht mehr aus.

Trotzdem oder gerade weil Gerrit gesagt hat, das ist das Schlimmste, was man machen kann. Ich glaube der einzige der mich versteht ist Flo! Gestern landete ich mal wieder in seinem Blog und siehe da! Er scheint unter einer ähnlich zwanghaften Anwandlung zu leiden wie ich. Jetzt denke ich mir, wenn er das bringt, dann kann ich das auch!

Ich stürze mich in den Abgrund der Blogosphäre und suhle mich in seinem Bodensatz. Aber das heißt im Umkehrschluss auch, dass es ab hier nur noch aufwärts gehen kann. Alles, was ich jemals nach diesem Eintrag posten werde, muss zwangsläufig besser sein als das hier! Was für eine Aussicht!

Und mal ehrlich, ist er nicht süüüüüß?

Carlo

 

 

Eigentlich habe ich kein Problem damit gefangen zu sein. Im Gegenteil, oft ist das sehr bequem. Es gibt keine unangenehmen Überraschungen. Man muss weder denken noch planen. Und so lasse ich mich treiben in meinem völlig durch strukturierten Leben. Ein Blick am Morgen und ich weiß wohin die Reise geht.

Stehe auf. Ziehe mich an. Putze die Zähne. Trinke einen Kaffee. Schließe die Tür ab. Laufe zur Haltestelle. Die Lichter gehen aus. Der Graubart neben mir hustet laut auf. Steige ein. Sitze, an guten Tagen. Das Pferdemädchen lehnt seinen Körper an meinen.

Ich gebe es offen zu, es hat mich ganz schön erschreckt, als ich mich plötzlich entscheiden sollte. Das ist doch wirklich nicht zu erwarten! Wie soll das denn funktionieren?

Gut, wir bekamen eine Liste aus der man auswählen konnte. Aber was für eine! Seiten lang! Hunderte Möglichkeiten.

Verdattert starre ich auf dieses Papier, welches mein Drucker mir unter gequältem Ächzen vor die Füße gespuckt hat. Wie…was soll ich denn…woher soll ich denn wissen was gut für mich ist? Schießt es mir durch den Kopf. Also mal ehrlich, eine regelrechte Unverschämtheit das Ganze!

Von einem Tag auf den anderen habe ich die Freiheit zu wählen. Stell dir das vor, einfach so! Ok, denke ich widerwillig. Dann versuch ich das jetzt. Vielleicht gibt es einen Weg. Emotionale Vorbereitung, preziöses Herangehen ist gefragt. Hätte ich nur früher schon die Freiheit gehabt zu wählen! Dann wüsste ich jetzt, wie man das macht.

Das Pferdemädchen duftet nach Aloe Vera und Trauben. Ich zähle die vorbei fliegenden Bäume, warte auf das Eckhaus. Noch vier Mal wird der Bus halten. Geduldig fülle ich die Zwischenräume mit Zahlen. Gebe heimlich den Wolken Namen.

Wolken

 

Da überkommt sie mich. Die Idee. Ich weiß es jetzt! Ich gehe nach dem Ausschlussverfahren vor. Es gibt ja meinen Plan. Meinen guten alten Freund. Er strukturiert ja mein Dasein. Und er ist straff! Es wird also kaum Zeit bleiben und einige Möglichkeiten werden von selbst wegfallen!

Wie im Fieber durchwühle ich meine Tasche. Wo ist er? Dahinten unter dem…nein, nein er muss da vorne sein! Ich verschrecke mein Pferdemädchen. Es schwingt sich samt seiner Rehaugen ein Stück zur Seite. Dieser hochmütige und zugleich scheue Blick!

Der geht also schon mal nicht. Der nächste Termin auch nicht…hm der ja auch nicht! Die gehen ja alle nicht. Ha, doch der da! Einer? Nein zwei! Drei! Aber zwei davon finden parallel statt. Wow, zwei Möglichkeiten. Und die kann ich beide nehmen! Ich muss mich nicht entscheiden. Ich muss gar nicht wählen. Das war alles gelogen. Blos geheuchelt. Ich bin nicht frei. Na, das ist ja noch mal gut gegangen.

 

Angreifer übertölpeln Online existierende Feed-Dämonen.

Packen sie, reißen sie,

ohne zu schonen.

 

Boomloop lässt mich nicht teil haben

An der schönen neuen Welt.

 

Minianwendungen breiten ihre Flügel aus,

es gibt nichts, was sie hält.

 

Halt mich, halt mich

Bevor ich mich völlig „verwelt“!

 

Ungetüme, die aus dem Schatten treten

-      Netze, spannen

lange schon unsere Welt verkleben.

 

Jetzt sitze ich hier in der Hochschule, ohne Fach.

In einem Fach mit vielen Höhen.

Web 2.0, runde Ecken, meistens flach.

 

Quitschebuntes Kinderland, benutzerfreundlich

-Schutzfolie, ausgepolstert

Luft, komprimiert in Plastikhalbkugeln

Php, black-board-dino

Überlebt nicht.

 

Widgets, die sich in mein Lap Top schmiegen

Herbstlaub:

Gummibotgelb,

rot, wie Hagebuttentee

Blogger, die unsere Welt zerpflügen

 

Aufwirbelnd, prägnant

Und mit starken Substantiven

Wird geschrieben

 

Change my tamplates, themes

-Will nur schreiben

Columbusfeeling

-der Horizont ist trüb

geblieben

Zaubertassen

mit Zaubertee gefüllt

heilen

Qualen, die niemals

enden wollen.

Oberflächliche

Betäubung

Trügerisch,was sich so

wahr und rein anfühlt.

Keine Gedanken

an das Erwachen;

Grausamkeiten in

ferner Zukunft,

uninteressant.

Die Menschen

wohl kaum schnell

genug.

Der Rhythmus zieht

an ihnen vorbei,

ohne das ihr Herz

mit kommt.

Mit beschäftigten

Herzen und schneller

Zunge, formen sie

ohne zu wissen

können nur

können nur, ohne zu wissen

wohin.

Wenn sie Schauen;

Leere

in sich, um sich.

Bunte Strahlen,die

Schatten formen,

um sie einzuhüllen.

Spiegeln sie Selbst,

ohne zu zeigen

wer sie sind, ohne

es zu wissen.

Wiederholungen,

die Zyklen schreiben

wollen,

doch unvollständig

bleiben.

Nicht fassen

kann Zeit, noch Raum.

Das Geschehen

unmittelbar

in vollen Zügen

einziehen ein ein

Aufnehmen, das

Entstehen von Etwas

geschaffen von allen

- genossen allein.

Niemand vermag,

denn keiner ist gewillt.

Eigene Welten

aneinander gequetscht

Reibung,

verursacht gestutzte

Stunden, welche

in sich so lange

gezogen, das kein

Atem ausreicht

um die Luft

zu klären.

Kleine Monde

zieren den künstlichen

Himmel,

ohne das jemand

hinaufschauen kann.

Verkrampft im eigenen

Schaffen.

Das Ziehen, das Zögern

befremdliches Zerreissen

Zerbröckelt, gebrochen

nicht der Wille und doch,

keine Rettung.

Gerüche und Klänge

vermengen sich

zerfleischen Köpfe

kleine Stücke

kleine Stücke

unbrauchbar gemacht

sehr lebbar jedoch

- Entpuppungen

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