Schöne neue Welt


Seit einiger Zeit schon bekomme ich immer wieder Videos zu Gesicht die Jungs dabei zeigen, wie sie Dosen wegwerfen. Aber nein, das sind keine Muttersöhnchen, keine braven Streber, es sind ganz normale total coole Jugendliche, die einen Spoort für sich entdeckt haben.

Die Jungs ziehen also mit einer Videokamera und Dosen bewaffnet los und suchen sich Orte mit Mülleimern. Das Werfen geschieht nicht zufällig, sondern durchdacht. Teilweise geibt es regelrechte Drehbücher für die Abläufe. Ziel dieses Sportes ist es, Dosen besonders lässig auf irrwitzigste Arten in Mülleimer zu befördern.

Hier mal ein Video von Can´s Trip. Das ist eine Gruppe von Jungs die das betreibt. Bei Youtube findet ihr noch ganz viele Videos von denen und anderen Extremdosenwegwerfern.

Ich bin völlig begeistert von diesem Sport (Trotz Dosenpfand) und freu mich schon darauf, wenn bald jemand herausfindet, das man mit Rotze weit spannendere Sachen machen kann, als sie einfach auf dem Boden zu zu hinterlassen.

Dieses Bild bringt das Thema einfach auf den Punkt.


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(Dieses wunderbare Bild hat Gnal bei flickr eingestellt. Bitte beachtet seine

Angaben zur Creative Commens-Lizenz )

Eine kleine Korrektur, damit Flo sich nicht weiter aufregen muss.

Juliane Ziegler arbeitet für 9Live und nicht für Prosieben. Sie moderiert aber eine Call-In-Show von 9Live für die ProSiebenSat.1 Media AG, die auf Prosieben ausgestrahlt wird.

Sorry, das hatte ich ziemlich ungenau geschrieben!

Es ist mal wieder soweit, die Öffentlichkeit brüskiert sich mal wieder darüber, das irgendwer von sogenantem Nazivokabular Gebrauch macht.

Die Moderatorin Juliane Ziegler sagte bei der nächtlichen 9Live-Sendung ProSieben-Sendung  (Juliane Ziegler arbeitet für 9Live. Sie moderiert aber die Call-In-Show “Nightloft” für die ProSiebenSat.1 Media AG, die auf Prosieben ausgestrahlt wird zu einem Anrufer: “Da musst Du ein bisschen enthusiastisch sein und arbeiten … Arbeit macht frei”. Diese als als Ansporn gemeinte Aufforderung an den Telefonkandidaten brachte der Moderatorin die sofortige Kündigung. Wieso? Der Ausdruck “Arbeit macht frei” war einst über den Eingängen von Konzentrationslagern im Dritten Reich zu finden. Wie Die Moderatorin dazu kam, solch eine Formulierung zu verwenden bleibt unklar. Vielleicht wusste sie schlicht weg einfach nicht in welchem Zusammenhang diese Formulierung einst stand?

Denn wiedereinmal handelt es sich um eine Formulierung, die die Nationalsozialisten für ihre Zwecke missbrauchten, die aber schon lange vor ihrem Regime existent war. Ursprünglich stammt der Ausspruch “Arbeit macht frei” nämlich von Georg Anton Lorenz Diefenbach. Diefenbach war ein Freund von Jakob Grimm und Autor, der 1873 einen Roman mit dem Titel “Arbeit macht frei” veröffentlichte. In dem Roman geht es darum, das der Hauptprotagonist, ein Spieler und Betrüger, durch geregelte Arbeit wieder auf den Pfad der Tugend gelangt.

Wenn man der Prosieben Moderatorin Juliane Ziegler wollgesonnen wäre, könnte man ihr also auch unterstellen, ihre literarische Bildung sei einfach wesentlich besser, als ihre historische.

Auch die Redaktion der Frankfurter Rundschau konnte es natürlich nicht sein lassen und besprach diesen Vorfall in dem Artikel “Mit zweierlei Maß“. In diesem kreidet Harald Keller an, dass zwar die Moderatorin Juliane Ziegler für ihr Fehlverhalten die Konsequenzen direkt zu spüren bekam, ebenso wie Dj Tomekk, der wegen seines Hitler Grußes in einem Privatvideo die Sendung “Ich bin ein Star - Holt mich hier raus” verlassen musste, aber das andere Prominente sich ungehindert in schönsten Formulierungen verheddern können, ohne das sich irgendwer daran stört.

Wer da gemeint ist? Die Rede ist von Sarah Kuttner. In ihrer Viva-Sendung “Sarah Kuttner - Die Show” machte sie sich in den Augen der Nazivokabularpolizei schuldig. In einer Folge der Show, die am 15. Dezember 2004 ausgestrahlt wurde hatte Fräulein Kuttner Christine Westermann zu Gast. Westermann moderiert zusammen mit Götz Alsmann seit Jahr und Tag die Sendung “Zimmer frei” im WDR. Da die Sendung erst durch den Umgang der beiden Moderatoren miteinander zu dem wird was sie ist, versuchte Kuttner sich in einer Beschreibung dieser Beziehung. “Ich finde, dass das eines der größten Klischees ist, dass Götz quasi der Diktator ist und du bist die Juden.”

Diese flapsige und vermutlich sogar bewusst gewählte Formulierung sollte zugespitzt ausdrücken, dass Kuttner nicht glaubt, Götz Alsmanns würde mit seiner zu weilen forschen Art Christine Westermann unterdrücken. Wer die Sendung “Sarah Kuttner - Die Show” mal gesehen hat, ist dieser zumeist politische nicht korrekte Humor bekannt und er wird an dieser Formulierung keinen Anstoß nehmen, da er den satirischen Charakter der Show einzuschätzen weiß.

Ob es einem gefällt oder nicht bleibt jedem selbst überlassen. Vielleicht spricht es auch für sich, das die letzte Sendung der Kuttner Show bereits am 3. August 2006 zu sehen war und Sarah Kuttner damit längst die Quittung für ihre Art des Humors erhalten hat. Das scheint aber für die Online-Redaktion der FR keine Rolle zu spielen, denn: “Bis heute waltet sie ihrer diversen Ämter.

Sarah Kuttner waltet in diversen Ämtern? Was ist mit dieser fast nach einer Verschwörungstheorie klingenden Anmerkung gemeint? Frau Kuttener, sind sie etwa klamm heimlich in die Politik eingestiegen? Ziehen sie die Fäden in internationelen Geschäften? Über welche geheimen Informationen verfügt die Redaktion der Frankfurter Rundschau?

Für all diejenigen unter euch, die sich gerne an den Ausgeburten unserer Medien laben. (Gut fürs Ego)

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Es ist wieder so weit. Das Christenfest schlechthin steht uns bevor.

Vor Fett triefende Braten, stickige Kaufhäuser und die Angst unsere Lieben freuen sich nicht über die, von uns erwählten Geschenke…Niemand erinnert sich mehr an die eigentliche Geschichte von Weihnachten. Und in die Kirche geht sowieso niemand mehr. Warum auch? Was hat die denn mit Weihnachten zu tun? Der Weihnachtsmann wurde doch von einem bestimmten Erfrischungsgetränkehersteller erfunden und nicht von der Kirche. Das ist auch gut so. Wer brächte sonst die Geschenke? Der zweitausend jahre alte Säugling Jesus?

Jedenfalls ist das alles zu einem großen Witz verkommen…und anstrengend und kein bisschen besinnlich…

Oh, wie ich mich freue…

Aber es gibt einen Menschen auf dieser Welt, der es schafft mir selbst diesen Horror zu versüßen!

Meine Mama!

Sie ist immer für alle da. Was sie schafft, ist schon unter normalen Umständen gar nicht möglich, aber zu Weihnachten übertrifft sie selbst ihre eignene übermenschliche Leistung.

Und heute war es mal wieder soweit…

Mama macht Plätzchen!

Bläzschän

Jaaa….erblasst vor Neid! He, he, he… haha…he he he…
Wanillägibfäl

Hehehe he he he ha he

Ist das nicht der Wahsinn?

Der absolute Weihnachtswahnsinn…. hehehha heha haha ha he he ha ha

Ich weiß, das kommt total verspätet! Ich wurde schon vor Wochen getroffen …. aber ich hab doch keine Zeit!

 

Ein Stöckchen. Jeder Spieler, jede Spielerin beschreibt acht Dinge von sich: Irgendwelche, keine bestimmten. Wen das Stöckchen trifft, schreibt die Antworten mit den Regeln in sein Blog. Acht Personen/Blogs sollen das Stöckchen bekommen und weiterreichen. Bei den Betreffenden schreibt man einen entsprechenden Beitrag/Kommentar ins Blog.

 

1.       Ich weiß, dass ich meinen Idealismus überleben werde. Ja, ich bin es, wie wohl die meisten jungen Menschen die voller Mut und Tatendrang in die Welt hinaus schreiten: Ich bin idealistisch! Aber leider bin ich auch sehr realistisch und weiß, dass das Leben irgendwann den Idealismus auffrisst. Wenn man drei Kinder hat, kann man es sich einfach nicht mehr leisten Bio-Produkte zu kaufen. Wenn man in Eile ist, nimmt man das Auto und wenn ich mal groß bin, werde ich auch so sein.

 

2.       Ich liebe Kästchen. Für mich gibt es nichts schöneres, als kleine nutzlose Kästchen in denen man allen möglichen Klimbim verstauen kann. (Der natürlich auch völlig sinnlos ist und möglichst glitzern sollte)

 

3.       Ich bin süchtig nach Büchern. Wie wohl die meisten Leute in unserem Studiengang lese ich unglaublich gerne. Das ist also bei uns also quasi normal. Aber ich lese nicht nur gerne, nein, ich muss Bücher um mich haben. Das geht soweit, dass ich in jeder Handtasche ein Buch habe. Außerdem kann ich nicht in die Stadt gehen, ohne ein Buch zu kaufen. Selbst wenn ich nur Pflaster oder einen Pulli kaufen will, ohne ein neues Buch schaffe ich es nicht nach Hause.

(Das ist auch der Grund, warum mir schlecht wird, wenn ich sehe, wie  jemand Eselsohren in ein Buch macht oder gar reinschreibt oder malt!

 

4.       Ich kann unästhetische Bettwäsche nicht leiden. Ein Greul, man betritt ein Schlafzimmer, das nun mal maßgeblich  von dem Anblick eines Bettes dominiert wird und dann das! Alte, vergilbte, löchrige Bettwäsche. Ein Kissen in gelb, die Bettdecke blau gemustert…Tja, die hat Mami noch im Schrank gehabt…bäh, bäh….

 

5.       Wenn ich groß bin möchte ich zu Giovanni di Lorenzo sagen: „Ok, ich bin wieder im Haus. Kannst du bitte von meinem Platz gehen, ich hab noch zu tun.“

 

6.       Ohne Kaffee und Käse geh ich tot.

 

7.       Wenn ich warten muss, wenn es vermeidbar wäre, dreh ich am Rad. Beim Arzt warten, weil zehn Leute vor mir dran sind? Kein Problem, das ist nun mal so, damit kann ich leben. Aber warten, weil jemand seinen Job nicht richtig gemacht hat, oder einfach dumm im Weg rumsteht, wenn ich vorbei will…grrr…

 

8.       Umso  gehemmter, prüder und spießiger  die Menschen sind, die ich treffe, desto direkter, vulgärer und heftiger werde ich. Schon allein deshalb, weil ich ihre entsetzten Gesichtsausdrücke sehen will. Aber auch wenn ich nicht wollte, ich kann nicht anders!

(Deshalb mag ich auch politisch inkorrekte Witze, derbe Sprüche und werfe häufig plakative Aussagen in den Raum)

Endlich beginnt mein Probeabo bei der FR. Schön denk ich, lehn mich zurück und schlage aufs gerade Wohl die Zeitung auf. Der erste Artikel der mir ins Auge fällt trägt den Titel “Vorwurf der Nazisprache”.Und als politisch interessierter Mensch, der ich nun mal bin, überfliege ich den kurzen Text. Doch ich traue meinen Augen kaum, denn was lese ich da? Vor kurzem warf der Hessische Philologenverband der SPD-Spitzenkandidatin Andrea Ypsilanti den Gebrauch von Nazi-Sprache vor?

Bitte was? Andres Ypsilanti? Die, Andrea Y-p-s-i-l-a-n-t-i?

In der Diskussion, um die Schulformdebatte brachte sie in der Oktoberausgabe der SPD-Schrift “Vorwärts Hessen” ihre Ansicht mit dem Satz

“Wir wollen keine Selektion, wir wollen Integration.”

auf den Punkt.

Drei Arten der Selektion (Uni Hamburg)

Der Philologenverband schreibt dazu: Wer “derart belastete Begriffe in die Diskussion um eine Schulstruktur” einbringe, erinnere “bewusst oder unbewusst an die grausame Vernichtungspraxis der Nationalsozialisten. Selektion hat an der Rampe \[des Vernichtungslagers\] von Auschwitz stattgefunden und Millionen Menschen den Tod gebracht.”

Schon meinem StudiVZprofil kann man entnehmen, das meine politische Haltung ziemlich weit links anzusiedeln ist, aber das Wort Selektion als Nazi-Vokabular zu bezeichnen geht echt zu weit! Übrigens findet man, wenn man bei GoogleSelektion” als Suchbegriff eingibt erst auf der dritten Seite einen Eintrag der das Wort Selektion mit dem Thema Nationalsozialimus in Zusammenhang bringt.

Lieber Philologenverband, wie ist das denn jetzt?

Angenommen ich fahre mit meinem Volkswagen auf eine Autobahn und und beobachte dabei in meinem Spiegl diese rießige Pestbeule von einem Pickel auf meiner Nase und verursache deshalb einen Unfall. Darf ich das der Polizei so erzählen oder nicht?

Hübsches Beispiel

Keine Frage, die Politolinguistik hat ihre Berechtigung, aber genau da gehören für mich solche Überlegungen eben auch hin. In diesem Land herrscht doch eine erbärmliche Doppelmoral. Auf der einen Seite darf man in Deutschland Parteien, wie die NPD wählen, die ganz unverholen ihre kranke, klar ausgerichtete Propaganda verbreiten können und auf der anderen Seite werden Menschen, wie Frau Ypsilanti, die ganz eindeutig nicht rechts ist, für den Gebrauch von Wörtern wie Selektion medial gesteinigt.

Eigentlich habe ich kein Problem damit gefangen zu sein. Im Gegenteil, oft ist das sehr bequem. Es gibt keine unangenehmen Überraschungen. Man muss weder denken noch planen. Und so lasse ich mich treiben in meinem völlig durch strukturierten Leben. Ein Blick am Morgen und ich weiß wohin die Reise geht.

Stehe auf. Ziehe mich an. Putze die Zähne. Trinke einen Kaffee. Schließe die Tür ab. Laufe zur Haltestelle. Die Lichter gehen aus. Der Graubart neben mir hustet laut auf. Steige ein. Sitze, an guten Tagen. Das Pferdemädchen lehnt seinen Körper an meinen.

Ich gebe es offen zu, es hat mich ganz schön erschreckt, als ich mich plötzlich entscheiden sollte. Das ist doch wirklich nicht zu erwarten! Wie soll das denn funktionieren?

Gut, wir bekamen eine Liste aus der man auswählen konnte. Aber was für eine! Seiten lang! Hunderte Möglichkeiten.

Verdattert starre ich auf dieses Papier, welches mein Drucker mir unter gequältem Ächzen vor die Füße gespuckt hat. Wie…was soll ich denn…woher soll ich denn wissen was gut für mich ist? Schießt es mir durch den Kopf. Also mal ehrlich, eine regelrechte Unverschämtheit das Ganze!

Von einem Tag auf den anderen habe ich die Freiheit zu wählen. Stell dir das vor, einfach so! Ok, denke ich widerwillig. Dann versuch ich das jetzt. Vielleicht gibt es einen Weg. Emotionale Vorbereitung, preziöses Herangehen ist gefragt. Hätte ich nur früher schon die Freiheit gehabt zu wählen! Dann wüsste ich jetzt, wie man das macht.

Das Pferdemädchen duftet nach Aloe Vera und Trauben. Ich zähle die vorbei fliegenden Bäume, warte auf das Eckhaus. Noch vier Mal wird der Bus halten. Geduldig fülle ich die Zwischenräume mit Zahlen. Gebe heimlich den Wolken Namen.

Wolken

 

Da überkommt sie mich. Die Idee. Ich weiß es jetzt! Ich gehe nach dem Ausschlussverfahren vor. Es gibt ja meinen Plan. Meinen guten alten Freund. Er strukturiert ja mein Dasein. Und er ist straff! Es wird also kaum Zeit bleiben und einige Möglichkeiten werden von selbst wegfallen!

Wie im Fieber durchwühle ich meine Tasche. Wo ist er? Dahinten unter dem…nein, nein er muss da vorne sein! Ich verschrecke mein Pferdemädchen. Es schwingt sich samt seiner Rehaugen ein Stück zur Seite. Dieser hochmütige und zugleich scheue Blick!

Der geht also schon mal nicht. Der nächste Termin auch nicht…hm der ja auch nicht! Die gehen ja alle nicht. Ha, doch der da! Einer? Nein zwei! Drei! Aber zwei davon finden parallel statt. Wow, zwei Möglichkeiten. Und die kann ich beide nehmen! Ich muss mich nicht entscheiden. Ich muss gar nicht wählen. Das war alles gelogen. Blos geheuchelt. Ich bin nicht frei. Na, das ist ja noch mal gut gegangen.

 

Angreifer übertölpeln Online existierende Feed-Dämonen.

Packen sie, reißen sie,

ohne zu schonen.

 

Boomloop lässt mich nicht teil haben

An der schönen neuen Welt.

 

Minianwendungen breiten ihre Flügel aus,

es gibt nichts, was sie hält.

 

Halt mich, halt mich

Bevor ich mich völlig „verwelt“!

 

Ungetüme, die aus dem Schatten treten

-      Netze, spannen

lange schon unsere Welt verkleben.

 

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