Als ich erwachte entschlüpfte meinen Lippen ein Wort:“Verschachtelt“.

Hä? Dachte ich mir, woher ist das denn jetzt aufgetaucht? Ein Gedanke teilte mir mit, dass es wohl jemand geflüstert haben musste. Das war mir Erklärung genug, ich hörte auf Gedanken daran zu verschwenden. Ich ertastete langsam die Umgebung mit meinen schlaftrunkenen Augen. Schemenhaft, merkwürdig verzogen präsentierten sich mir ein schrankartiges Monstrum, ein gelangweilter, leerer Tisch und ein Fenster, das absichtlich viel zu grelles Licht in den Raum ließ um jegliche Aufmerksamkeit auf sich zu lenken.

Meine Fußzehen lugten unter der Decke hervor und lächelten mich verschmitzt an. Ob sie über mich und meine Situation schmunzelten? Doch eine Diskussion über Solidarität würde die Fronten nur verhärten, stellte ich fest und lächelte zurück.

Wo bloß meine Hände waren? Ich suchte und suchte wurde aber nicht fündig. Ich hinterließ ihnen eine Nachricht und hoffte auf baldige Rückmeldung.

Als mich etwas neckisches in den Bauch kniff wusste ich, dass sie wieder da waren, ich freute mich ehrlich. Ich ließ es zu, dass meine Hände und Füße einander begrüßten, obwohl das für mich recht unbequem war. Er öffnete die Tür, die ich bis zu diesem Augenblick gänzlich ignoriert hatte.“Was machen sie da?“ fragte er mit einem neugierigen Blick auf meine Gliedmaßen. „Sie begrüßen sich“, entgegnete ich.“Gut“, sagte er,“sie müssen nämlich zum Küchentisch kommen.“ Mein befürwortendes Nicken genügte ihm, er verließ den Türrahmen und die Tür schloss sich genussvoll, in dem Wissen endlich meine Beachtung erhascht zu haben. Unterdessen sprachen meine Gliedmaßen gerade ab, dass die Füße bis zum Esstisch die Machthabenden werden würden, um dann, in einem hoffentlich reibungslosen Wechsel, von den Händen abgelöst zu werden. Als alle organisatorischen Probleme gelöst waren standen sie auf.