R.Oberer hat mich auf einen sehr interessanten Film aufmeksam gemacht. Der Titel lautet “Es begann mit einer Lüge (Teil 1) - Deutschland im Kosovo 99″. Ursprünglich wurde er von der ARD ausgestrahlt, heute ist er bei youtube zu finden.

Essenz des Filmes ist, dass die angebliche humanitäre Katsatrophe im Kosovo, wegen der sich die Nato in Konflikte zwischen der UÇK und dem jugoslavischen Staat einmischte, niemals stattgefunden hat. Außerdem werden die Begründungen der damaligen deutschen Regierungen (Rot-Grüne Koalition unter Gerhard Schröder) diesen Krieg zu führen, als Propaganda entlarvt.

Danke für diesen Hinweis R.Oberer! Es schien mir vorher schon einleuchtend, das die Neigung der deutschen Regierung Kosovo als Staat anzuerkennen nicht ganz so abwegig ist (Noch hat die deutsche Bundesregierung Kosovo noch nicht als Staat anerkannt, sondern dies nur in Aussicht getellt), wo das doch sozusgen einer Bestätigung für ihren militärischen Einsatz 1999 gleichkommt. Wenn man dann noch annehmen kann, dass es keine Legitimation für diesen Krieg gab und die damals beteiligten Politiker, das gerne unter den Tisch fallen lassen würden, ist es natürlich noch um so verständlicher…obwohl das ja für die CDU eigentlich eine gute Gelegenheit wäre die SPD in die Pfanne zu hauen. Schließlich war Rudolf Scharping (SPD) damals als Bundes Verteidigungsminister ja einer der Wortführer beim Kriegsbegründungsstricken der deutschen Regierung..

Die Frage, ob dieser Angriff der NATO auf Jugoslavien berechtigt war, ist für mich aber noch nicht zufriedenstellend geklärt. Er stellte zwar eine Völkerrechtsverletzung nach Artikel 2 Absatz 4 der UN-Charta dar, aber wenn man von einer humanitären Notsituation ausgeht, bedarf es vielleicht der Intervention (Angenommen es hätte eine humanitäre Notsituation vorgelegen, das scheint ja laut dem Film nicht so ganz klar zu sein…). Darf so eine Intervention militärisch sein? Was meint ihr? Würdet ihr in so einer Situation eingreifen? Und würdet ihr das auch mit militärischer Gewalt machen?

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